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Arbeitsgruppe Präzisionsmontage

Arbeitsgruppe Präzisionsmontage

Die Fragestellung, wie Bauteile exakt zueinander positioniert und zuverlässig fixiert werden können, beschäftigt die Wissenschaftler des match. Eine solche Präzisionsmontage ist beispielsweise bei optischen Sensoren, bei denen einzelne Pixel exakt ausgerichtet werden müssen, oder bei empfindlichen medizintechnischen Komponenten erforderlich.

Die Fragestellung, wie Bauteile exakt zueinander positioniert und zuverlässig fixiert werden können, beschäftigt die Wissenschaftler des match. Eine solche Präzisionsmontage ist beispielsweise bei optischen Sensoren, bei denen einzelne Pixel exakt ausgerichtet werden müssen, oder bei empfindlichen medizintechnischen Komponenten erforderlich. Dabei sind die Anforderungen an die Montagegenauigkeit so hoch, dass die Aufgaben nicht ohne maschinelle Unterstützung durchgeführt werden können. Das match befasst sich daher mit der Entwicklung von Gerätetechnik für die Präzisionsmontage: Spezielle Greifer, hochgenaue Handhabungsgeräte und Messkonzepte werden prozessspezifisch gestaltet und aufgebaut. Für eine hochgenaue Montage ist jedoch nicht nur eine präzise Gerätetechnik erforderlich. Auch der Montageprozess muss an das Produkt optimal angepasst werden. Dabei untersucht das match nicht nur einzelne Teilprozesse, sondern analysiert auch deren Wechselwirkungen und die indirekten Auswirkungen auf das Montageergebnis. Die Erkenntnisse daraus werden zur optimalen Gestaltung des gesamten Montageprozesses genutzt. Ein Teilprozess, der oft im Fokus der Montageprozessentwicklung steht, ist das automatisierte Kleben. Grundsätzlich eignet sich das Kleben für viele Mikro- und Präzisionsmontageaufgaben. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine robuste und präzise Prozessführung. Andernfalls können zum Beispiel Spannungen durch Klebstoffschrumpf zum Verzug der Bauteile und letztendlich zu defekten Produkten führen. Durch die ganzheitliche Betrachtung können Produkt, Prozess und Gerätetechnik optimal aufeinander abgestimmt und solche Probleme frühzeitig erkannt und vermieden werden. Im vergangenen Jahr wurde der Präzisionsmontagebereich am match durch eine von der DFG geförderte flexible Präzisionsmontagezelle erweitert. Diese Anlage wurde mit dem Schweizer Hersteller Unitechnologies entwickelt und ist seit Sommer 2017 am match im Einsatz. Die Mitarbeiter des Instituts nutzen die Anlage für angewandte Grundlagenuntersuchungen zur Ermöglichung hochpräziser Montageprozesse unter industrie­nahen Bedingungen. Dafür wird neue Gerätetechnik entwickelt, in die Anlage integriert und in speziellen Prozessabläufen untersucht. Durch integrierte Sensortechnik (Kraft-Momenten-Sensorik, Laser, Kameras) wird der Prozess sowie die Maschine überwacht, sodass Informationen zur Optimierung einzelner Teilprozesse, des Prozessablaufs, der Komponenten sowie des grundsätzlichen Montagekonzepts gesammelt werden können. So entstehen schließlich Geräte, Prozesse und Automatisierungsstrategien für die Montage mit einer Genauigkeit von wenigen Mikrometern.Präzisionsmontage

KONTAKT ZUR ARBEITSGRUPPE PRÄZISIONSMONTAGE

Nichtöffentliche Person
M. Sc. Christoph Schumann
Wiss. Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
Adresse
An der Universität 2
30823 Garbsen
Gebäude
Raum
227
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An der Universität 2
30823 Garbsen
Gebäude
Raum
227

AUS DEM INSTITUT FÜR MONTAGETECHNIK

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